Heute erreichte mich die Nachricht, dass der Betreiber eines neuen Campingplatzes nahe der MS Desdemona zwei (von 3) Ankern samt 17 Meter Ketten vom Schiff gestohlen hat! Um damit seinen Campingplatz ein paar hundert Meter weiter am Strand zu dekorieren.

Leider lässt sich alles nicht einfach zurück bringen, auch wenn die Anker dort 35 Jahre (1985-2020) sicher lagen. Zum einen könnten sie „lose“ dann doch weggespült werden. Zum anderen kann diese Aktion und dass es überhaupt möglich ist, zu erneutem Diebstahl führen. Ich habe bisher immer gesagt, der einzige Grund warum die Anker noch da sind (alles andere was zu entfernen ist, wurde entfernt und geklaut), ist ihr Gewicht. Man kann sie nicht übers Meer holen (zu flach), und nicht über Land (zu schmale Strassen, Bäche mit leichten Holzbrücken. Offenbar erlaubt es moderner Stassenbau aber nun doch, sie nach Tolhuin zu schaffen mit Schwerlastern. Ich bin sehr traurig, und auch fassungslos darüber, wie Jaime Gregorio Castro über Eigentum und den Wert des Schiffswracks als nationales Monument (alle Schiffswracks in der Provinz haben nationalen Schutz) denkt und handelt. Eine Strafe wird seine Zerstörung leider nicht ändern. Es ist noch nicht bekannt, wie die Ankerkette losgeschweisst wurde. In den Zeitungsberichten steht, er habe 2 Toyota Autos zum Schwertransport benutzt, und es gibt tiefe Spuren im Boden. Ich bin immer noch fassungslos über kriminellen diesen Egoismus (oder Narzissmus, ich kenne Herrn Castro nicht).

Und wohin nun mit den 2 riesigen und schweren Ankern und der Kette? Jetzt liegen sie bei der Polizei in Tolhuin sichergestellt. Da ist der nächste Ort zum Cabo San Pablo. Werden sie dort bleiben und zu einem Denkmal erbaut? Ich fände es auch schön wenn so ein (grosses) Denkmal an der Hauptsstrasse erbaut würde, mit Wegweiser zum Kap und MS Desdemona. Diebstahlsicher. Gerne steuere ich dazu Informationen vom Bau des Schiffes bei, alte Fotos und Unterlagen.

Beiträge dazu seht Ihr auf der
Anker Diebstahl der MS Desdemona auf unserer Facebook-Seite

Artikel „Del Lago Noticias“ Tolhuin (spanisch)

Artikel in „Minuto Fuegino“ (spanisch)

Die Facebook-Seite des Campings wurde sofort nach meinem wütenden Kommentar deaktiviert.
Der Dieb heisst Jaime Gregorio Castro, ist ein Gewerkschaftsboss und lebt in Ushuaia.
Die Instagram Seite des Campingplatzes: : https://www.instagram.com/campingdesdemona/

 

Hier ist eine Zusammenfassung der Desdemona Informationen auf dieser Website.
Die Schiffbauvorschrift der MS Desdemona

 

A. Kirsten bei Wikipedia
Zwei Anker der MS Desdemona auf Feuerland gestohlen!
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